FSC
Die Abkürzung "FSC" steht für "Forest Stewardship Council", eine
gemeinnützige, weltweit tätige Organisation, welche das erste System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft schuf, betreibt und weiterentwickelt. Gleichzeitig wird der Ausdruck „FSC“ auch synonym für das Zertifizierungssystem oder das Gütesiegel benutzt, mit welchem Holz-Produkte als Erzeugnisse von nach FSC-Kriterien zertifizierten Forstbetrieben gekennzeichnet werden. Das FSC-System zur Zertifizierung von Forstwirtschaft wurde zur Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung gegründet, welche die Wahrung und auch Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen der Forstbetriebe beinhaltet. Hierzu entwickelte der FSC einen allgemeinen und länderübergreifend einheitlichen Standard, der aus 10 Prinzipien und Kriterien besteht, und nur über eine Konkretisierung durch Indikatoren auf nationaler Ebene angewandt werden kann.
Ein Kritikpunkt der Vertreter der Forstwirtschaft richtet sich gegen die Konzeption des FSC, hier sind die betrieblichen Aufwendungen, insbesondere hinsichtlich der Dokumentation, unverhältnismäßig hoch. Das Zertifizierungsschema des FSC wird auch als sehr bürokratisch wahrgenommen. Die Notwendigkeit des Nachweises der Erfüllung der Kriterien vor Vergabe des Rechtes zur Etikettierung von Holz durch die Forstbetriebe wird in Mitteleuropa und auch in Deutschland in Frage gestellt (insbesondere deutsche Waldbesitzer nehmen für sich in Anspruch, den Begriff der Nachhaltigkeit maßgeblich mitentwickelt zu haben und oft beispielhaft zu praktizieren). In Zentraleuropa bestehen also erhebliche Akzeptanzprobleme bei den Waldeigentümern, nicht zuletzt aufgrund der dort seit Jahrhunderten bestehenden (von jeher das Eigentum einschränkenden) Forstgesetze und einem effektiven Gesetzesvollzug.